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Marienkäfer

Krankheiten und Schädlinge zählen zu den bedeutendsten Faktoren beim Anbau von Nutzpflanzen. Nur wer die Biologie dieser Organismen kennt, kann sie erfolgreich kontrollieren und Obstgehölze erfolgreich anbauen.


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Krankheiten und Schädlinge an Steinobst

Kirschfruchtfliege
Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi)
 
Schadorganismus
Wirtspflanzen
Bedeutender Kirschenschädling aus der Familie der Fruchtfliegen. Geschädigt werden hauptsächlich Süßkirschen. Vogelkirschen, Sauerkirschen, Heckenkirschen Traubenkirschen und Schneebeeren können ebenfalls befallen werden.
 
Schadbild
Symptome
Fliege:
Etwas kleiner (ca. 3,5 - 5 mm lang) als eine Stubenfliege. Typisch ist das gelbe Rückenschildchen.

Made und Schaden:

Ca. 4 mm lang, weißlich. Befallene Kirschen werden matt, verfärben sich leicht und werden in der Nähe des Stieles weich. Das Gewebe in der Nähe des Kerns zersetzt sich. Ausbohrlöcher sind an reifen Früchten zu erkennen.
 
Biologie > Die Fliegen überwintern einige Zentimeter tief als Puppe im Boden. Der Schlupf und der Flug der erwachsenen Fliegen findet ab Ende Mai / Anfang Juni (etwa z. zt. der Akazienblüte) statt. Schlupf und Flug können bis in den Juli hinein anhalten.

> Jedes Fliegenweibchen legt etwa 100 Eier unter die Fruchthaut der Kirschen ab. Kirschen, die nach Gelb umfärben, werden bevorzugt.

> Die Maden fressen das Fruchtfleisch um den Kern herum und Verschmutzen das Innere der Kirsche. Drei Wochen nach dem Schlupf verlassen die Maden die Kirsche, lassen sich zu Boden fallen und verpuppen sich im Boden
 
Gegenmaßnahmen >Bei ungünstigen Verhältnissen (niedrige Bodentemperaturen < 7 Grad C und Bodentrockenheit) gehen viele schlupfbereite Tiere zu Grunde. > Die Kirschensorten der mittleren und Frühen Reifegruppe sind am stärksten gefährdet. Sorten der 2. Kirschwoche (z.B. Burlat) sind zu Schlupfzeitpunkt schon fast reif und werden deshalb kaum befallen.

Vorbeugend:

> Kirschbäume vollständig abernten

Direkte Gegenmaßnahmen
> Kirschfruchtfliegenfallen (Gelbtafeln) aufhängen: nur bei geringem Befallsdruck einigermaßen ausreichend.
> Kirschbäume mit Insektenschutznetzen (Fachhandel) einnetzen. Nur bei kleinen Baumforman praktikabel.
> Im Erwerbsanbau ist der Einsatz von zugelassenen Insektiziden möglich.
 
Weitere Bilder Schadorganismus
  Kirschfruchtfliege mit typischem gelben Rückenschild
 
 
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