Grafik: nach Müller Diemitz - Deutschlands Obstsorten (1905 - 1937)


Stuttgarter Geißhirtle


Herkunft,
Abstammung

Zufallssämling, angeblich vom Albtrauf (Württemberg) stammend
und dort von einem Ziegenhirten entdeckt (Name)
1779 erstmals erwähnt und als Stuttgarter Russelet beschrieben

Beschreibung

kleinfrüchtig, glockenförmig
trübgrüne Grundfarbe, sonnenseits dunkelrot, zahlreiche Lentiziellen

Geschmack

Tafelbirne, sehr gute Sommerbirne
gute Einkoch- und Dörrbirne
sehr saftig, weinsäuerlich, feines zimtartiges Aroma

Reifezeit,
Lagerung

Mitte August bis Anfang September,
nur kurz haltbar, wird dann teigig
fault bei Vollreife schnell

Baum, Wuchs

Wuchs nur mittelstark,
Krone gleichmäßig spitzpyramidal

Eigenschaften

anfällig für Birnenschorf, bis hin zum Zweiggrind
Gipfeldürre möglich
Blüte unempfindlich gegenüber schlechtem Blühwetter

Bemerkungen

für Hochstammerziehung und für kleine Baumformen auf Quittenunterlage
wird nicht sehr alt (höchstens 50 Jahre),
sollte öfter verjüngt werden

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